#Spanien: Vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland

por Nadja Schwaninger

Der Begriff Migration beinhaltet viele Unterkategorien wie etwa Immigration, Emigration oder auch Integration. Migration ist jedoch kein Phänomen der Neuzeit, sondern existiert schon so lange, wie Menschen auf der Erde leben, wobei deren Ursache sehr vielfältig ist. Heutzutage gibt es vielerlei Gründe warum Menschen ihr Heimatland verlassen. Dazu zählen beispielsweise Flucht aus Kriegsgebieten, Vertreibung oder Unterdrückung, aber auch Perspektivlosigkeit im eigenen Land. Auch viele Spanier, hauptsächlich aus den Regionen Galiciens und Andalusiens, waren gezwungen auszuwandern, da sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren konnten und keine Perspektive im eigenen Land sahen. Mit der Aussicht auf Steigerung der Lebensqualität und neuen Arbeitsplätzen emigrierten etliche Spanier in verschiedenen Etappen nach Europa, um dort hauptsächlich als Gastarbeiter zu arbeiten, ein großer Bevölkerungsteil wanderte hingegen aber auch nach Lateinamerika aus. Hierbei war besonders Argentinien ein beliebtes Migrationsland, da dort vielerlei Arbeitsplätze geboten wurden. Ihren Höhepunkt erreichte die Migration vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aufgrund der beiden Weltkriege, des spanischen Bürgerkrieges, sowie der Industriekriese. Ab Mitte der 1980er Jahre entwickelte sich Spanien jedoch immer mehr hin zum Einwanderungsland. Spanien bietet hierbei besonders viele Anreize für pensionierte europäische Einwanderer, welche ihren Lebensabend dort verleben möchten. Wohingegen andere aus geschäftlichen Gründen nach Spanien einwandern. Zu dieser Bevölkerungsvergrößerung tragen jedoch nicht nur die Migranten bei, sondern auch die ehemaligen Emigranten, die Schritt für Schritt zurückkehren.  Die damalige Auswanderung war nämlich auch immer von einer erheblichen Rückwanderung begleitet, so kehren viele nach Europa ausgewanderten Emigranten wieder in ihr Heimatland zurück. Aber auch die Rückkehrmigration aus Lateinamerika stieg infolge der dort herrschenden Krisen bedeutend an. Woraus aber auch gleichzeitig die Frage resultiert, inwieweit sich Rückkehrer in ihrem eigenen Land wieder einleben können? Man könnte meinen, dass jene Rückkehrer wieder leicht Fuß im eigenen Heimatland fassen, schließlich haben sie dort einen Großteil ihres Lebens verbracht – die Realität sieht jedoch anders aus. Nach einigen Jahren fernab der Heimat, eignet sich jeder eine neue Identität an, macht brauch von anderen Traditionen und entwickelt sich weiter in einer anderen Kultur. Aber auch neue Identitäten im Heimatland entstehen und unterliegen einem stetigen Wandel, weshalb diese nicht mehr jenen entsprechen, denen sie noch vor der Auswanderung entsprochen haben, weshalb sich viele Rückkehrer im eigenen Land oftmals fremd fühlen und sich somit von Neuem in die Gesellschaft integrieren müssen. Jedoch bringt nicht nur die Rückwanderung ins Heimatland Probleme mit sich, sondern auch die Einwanderung selbst. Fremdenfeindlichkeit und Integrationsprobleme stehen hierbei ganz oben auf der Liste. Obwohl schon einige Programme gegen Fremdenfeindlichkeit existieren und Immigrationshilfe n stattfinden, fehlt jedoch noch ein bedeutender Schritt, besonders vonseiten der Regierung und Gesellschaft, hin zur Akzeptanz und kompletten Integration der Immigranten. Es ist also noch ein langer und steiniger Weg, bis alle Einwanderer in der Gesellschaft integriert, sowie vollkommen respektiert werden.

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