„One big world of songs“: zur #galicischportugiesischen Lyrik und einigen transkulturellen Echos (I) #BobDylan #GalicischPortugiesischeLyrik

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von Nils Tremer

1. Einleitung: „Nothing new under the sun“

Das Mittelalter wird oft als das dunkle Zeitalter geschmäht, das, abgesehen von einigen wenigen singulären Hochpunkten, wenig für die Entwicklung der Menschheit geleistet hat und daher strikt von der Neuzeit getrennt wird. Und doch lohnt sich ein Blick zurück, denn vieles basiert doch auf Strukturen, die weiter zurück gehen als uns oft bewusst sind. Schon Ekklesiastes (1:9) sagte, dass Originalität ein höchst missverständliches Konzept ist:

The thing that hath been, it is that which shall be; and that which is done is that which shall be done: and there is no new thing under the sun.

There is no new thing under the sun—alles, jede Idee, hat seinen Vorgänger und ist eher ein Echo dieser Vorgänger als eine Innovation in sich selbst. Diesem Gedankengang folgend widmet sich diese Arbeit der galicischportugiesischen Lyrik des Mittelalters sowie einigen transkulturellen Echos dieser Lyrikformen. Ausgehend von Galiciens kultureller Vormachtstellung im Mittelalter werden die drei großen Formen der galicisch-portugiesischen Lyrik, die cantigas de escarnio e maldizer, die cantigas de amor und die cantigas de amigo, charakterisiert und voneinander unterschieden. Im zweiten Teil der Arbeit wird an einigen transkulturellen Echos, der europäischen Romantik, Künstlern der Moderne und schließlich im Werk von Bob Dylan, aufgezeigt, wie sich das Medium des Songs, das die Verbindung von Dichtung und Musik vereint, sowie die Idee einer Popularpoesie auch in der Neuzeit behauptet haben.

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: „Nothing new under the sun“
2. Galicisch-portugiesische Lyrik im Mittelalter
2.1 Die cantigas de escarnio e maldizer
2.2 Die cantigas de amor
2.3 Die cantigas de amigo
3. Das Fortbestehen des mittelalterlichen Erbes in der Neuzeit
3.1 Die Wiederentdeckung alter Lieder in der Romantik: Literatur
als Träger des Volksgeistens
3.2 Das Mittelalter in der Moderne—ein Paradoxon?
4. Bob Dylan—ein moderner Troubadour?
5. Konklusion
Bibliographie
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