Akademisches Angebot im SS 2015. Der Jakobsweg als transkultureller Raum. Galicien am Ende des Pilgerweges

MONTAG, 09:00-11:00 Uhr; RS 117, Romanisches Seminar

Prezi zum Kurs: <https://prezi.com/ax86rh5-sejc/>

Der Jakobsweg ist ein Weg der historischen Kommunikation und in dieser Eigenschaft einzigartig im europäischen Raum. Eine Route, die auf die Ursprünge Europas zurückgeht und die grundlegend an der Verbreitung von Ideen, Sprachen und kulturellen Phänomenen vom Mittelalter bis heute beteiligt war. Die heutige Gesellschaft unterliegt einem allgemeinen Anstieg von Wechselwirkungen (sei es von kulturellen oder gesellschaftlichen Phänomenen). Diese Intensivierung verwandelt die transkulturellen Beziehungen in ein alltägliches Phänomen und erfordert die Ausweitung der soziokulturellen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen, was zu einer Überlappung des Globalen und Lokalen führt. Der Jakobsweg erzeugte ein ähnliches Geschehen, wenn auch auf eine andere Art und Weise und in einer anderen Zeit.

Auf der anderen Seite sind der Jakobsweg und die Reisen grundlegend für die historische Entwicklung des Gebietes, das später das heutige Galicien werden sollte. Diese Art und Weise der Kommunikation förderte den Austausch von Ideen und Humankapital in dem Gebiet im Nordwesten der Iberischen Halbinsel: Eine gefestigte Literatur, die Pilger, die Legenden um Breogán und den Leuchtturm Torre de Hércules und vieles mehr. So fanden kulturelle, soziale und politische Ausdrücke Eingang in eine Gesellschaft des 21. Jahrhunderts mit einem eigenen Bewusstsein, was seinen Status angeht.

Vor diesem Hintergrund bietet das Proseminar Inhalte an, die im Zusammenhang mit dem Jakobsweg stehen: die Entdeckung der Grabeskirche, die Pilgerfahrten, die Religion, die soziopolitische Entwicklung und der Kontakt zwischen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. Des Weiteren wird ein ganzheitliches Verständnis der transkulturellen Phänomene der westlichen Welt angestrebt, vom Jakobsweg zur Internetrevolution. So wird den Studierenden einer der Meilensteine der Geschichte der Zivilisationen nähergebracht, sowie ein kontrastiver Ansatz zum Verständnis der Veränderungen in Kultursystemen vorgestellt.

Der Erwerb eines Scheins ist durch regelmäßige, aktive Teilnahme, Übernahme eines mündlichen Referats sowie einer schriftlichen Hausarbeit möglich. Alternative Prüfung (für Landeskunde [WPO 2001], Wahlmodul PS Kulturwissenschaft [GymPO 2009]): aktive Teilnahme (25%), Referat (25%), geschrieben Klausur (50%). Abgabefrist für Hausarbeiten: 31.03.2016.

Der Erwerb eines Scheins ist durch regelmäßige, aktive Teilnahme sowie durch ein mündliches Referat und eine schriftliche Hausarbeit möglich.

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